2te-ZahnarztMeinung Logo
Mo – Do 9:00 – 17:00 Uhr, Fr 9:00 – 12:00 Uhr

Inlays & Onlays - Vorteile, Arten und Kosten

Ist ein Zahn stark kariös, hilft dort oft nur noch der Einsatz des Bohrers. In die Löcher, die dadurch entstanden sind, kommt traditionell eine FĂŒllung. Doch auch Inlays & Onlays sind Optionen, die dafĂŒr zur VerfĂŒgung stehen. Hier zeigen wir, was sich hinter den Begriffen verbirgt, welche Arten es gibt und wie hoch die Kosten sind.

Inlays erhalten ein strahlendes LĂ€cheln
Inhaltsverzeichnis

1.

Was sind Inlays bzw. Onlays?

Bei Inlays handelt es sich um eine Form der EinlagenfĂŒllung. Mit dem Inlay wird ein Loch, das durch die Behandlung von Karies entstanden ist, passgenau aufgefĂŒllt. Bei der Herstellung ist deshalb Maßarbeit eines Labors bzw. der Zahnarztpraxis gefragt. Auf Basis eines Scans oder eines Abdrucks wird ein Inlay gefertigt, welches exakt zur GrĂ¶ĂŸe des entstandenen Lochs passt.

 MĂŒssen grĂ¶ĂŸere kariöse Defekte aufgefĂŒllt werden, welche die gesamte KauflĂ€che eines Zahns betreffen, so ist auch von einem Onlay die Rede. Dieses reicht ĂŒber den Zahnhöcker hinaus und dient dazu, dem erkrankten Zahn wieder mehr StabilitĂ€t zu verleihen. Das Onlay liegt also direkt auf dem Zahn auf. Im Deutschen wird deshalb auch der Begriff der AuflagefĂŒllung verwendet.

Im Vergleich dazu geht das sogenannte Overlay noch einen Schritt weiter und reicht ĂŒber die AußenflĂ€che des Zahns. Das bedeutet, dass die an die NachbarzĂ€hne angrenzenden Seitenbereiche ebenfalls ĂŒberdeckt sind. Somit sind Overlays die umfassendste Form der ZahnfĂŒllung. Sie kommen zum Einsatz, wenn der Zahn bereits stark zerstört wurde, eine Überkronung aber noch nicht notwendig scheint.

2.

Die Arten verschiedenen Arten von Inlays

EinlagenfĂŒllungen unterscheiden sich einerseits nach ihrer GrĂ¶ĂŸe. Andererseits besteht die Wahl zwischen unterschiedlichen Materialien. Deren Vor- und Nachteile werden wir im Folgenden darstellen.

Goldinlays

Gold kommt bei Zahnersatz aufgrund seiner hohen VertrĂ€glichkeit gerne zum Einsatz. Hinzu kommt eine hohe Haltbarkeit der aus Gold gefertigten EinlagenfĂŒllung. Genau genommen besteht die FĂŒllung jedoch aus einer goldhaltigen Legierung, um eine noch höhere StabilitĂ€t zu erreichen. Diese wird auf Basis des Abdrucks individuell geformt. Üblicherweise lĂ€sst sich ein sehr guter Randschluss erreichen. Ein Nachteil ist die klare Sichtbarkeit des Inlays aufgrund der metallenen Farbe, welche die Ästhetik etwas beeintrĂ€chtigt.

2.1.

Keramikinlays

Inlays aus Keramik werden aufgrund ihrer Ă€sthetischen Vorteile gerne genutzt. Sie passen sich optisch gut an den Zahnschmelz an und sind nach dem Einsetzen kaum von diesem zu unterscheiden. Das spezielle Material ist sehr stabil, bruchfest und ĂŒberzeugt mit seiner langen Haltbarkeit. Der Randabschluss kann jedoch unter UmstĂ€nden zu ungenau sein. Das hat zur Folge, dass das Risiko einer neuerlichen Kariesbildung besteht.

2.2.

Titaninlays

Auch Inlays aus Titan sind möglich, sie kommen jedoch selten zum Einsatz. Abgesehen von der Ästhetik hat das Material manchen Vorteil. Denn Titan hĂ€lt hohen Belastungen problemlos stand und besitzt eine gute VertrĂ€glichkeit.

2.3.

Galvanoinlays

Als Galvanoinlays werden solche FĂŒllungen bezeichnet, die aus einer Kombination aus Keramik und Gold hergestellt werden. Die Goldlegierung sorgt fĂŒr einen guten Randabschluss mit guter Passung und reduziert damit das Risiko fĂŒr einen neuerlichen kariösen Defekt des Zahns. Die darĂŒber liegende Keramik macht das Inlay optisch praktisch unsichtbar. Dadurch kombinieren Galvanoinlays die Vorteile beider Materialien.

3.

FĂŒr wen sind Inlays geeignet?

Inlays eignen sich besonders gut fĂŒr defekte ZĂ€hne im Seitenzahnbereich, die noch weitgehend intakt sind und nicht durch ein Implantat ersetzt werden mĂŒssen. Dort können ZĂ€hne langfristig und stabil verschlossen werden. Die entscheidende Frage ist, ob noch ausreichend Zahnsubstanz vorhanden ist, damit der so prĂ€parierte Zahn dem Kaudruck standhalten kann.

Wer den Fokus auf eine langfristige Lösung legt, kann sich ebenfalls fĂŒr Inlays entscheiden. Bei richtiger Pflege und sorgfĂ€ltiger Anpassung an den Zahn können sie ein Leben lang halten. Ist der Zahn sehr stark geschĂ€digt, bietet ein Onlay die Möglichkeit, dessen natĂŒrliche Form exakt wiederherzustellen. Wer sich außerdem fĂŒr Produkte aus Keramik entscheidet, erhĂ€lt ein Ă€sthetisch sehr ansprechendes Ergebnis.

4.

Der Ablauf der Behandlung

FĂŒr das Einsetzen von Inlays oder Onlays sind zwei Termine in der Praxis erforderlich.

Der erste Besuch

Beim ersten Besuch wird der Zahnarzt zunĂ€chst die kariösen Defekte des Zahns entfernen. Dies findet unter örtlicher BetĂ€ubung schmerzfrei statt. Anschließend schleift er mögliche Kanten und Vertiefungen ab und bereitet den Zahn fĂŒr den Einsatz des Inlays vor. Im nĂ€chsten Schritt wird der Abdruck angefertigt, der fĂŒr die Herstellung des Zahnersatzes entscheidend ist.

Nun folgt die Bestimmung der Zahnfarbe, sofern ein keramisches Inlay eingesetzt werden soll. Ziel ist es, den Farbton des Zahnes möglichst genau zu treffen. Eine gelungene Farbauswahl stellt sicher, dass spĂ€ter keine farblich abgesetzten RĂ€nder des Inlays zu erkennen sind. Da das Inlay auf dieser Grundlage erst angefertigt werden muss, kommt nun eine provisorische FĂŒllung zum Einsatz. Diese schĂŒtzt den prĂ€parierten Zahn bis zum zweiten Besuch in der Praxis und sichert eine normale Kaufunktion.

 

Der zweite Besuch

Der zweite Abschnitt der Behandlung kann beginnen, sobald das Dentallabor das Inlay aus dem gewĂŒnschten Material gefertigt hat. Nun wird die provisorische FĂŒllung des Zahnes wieder entfernt. Anschließend raut der Zahnarzt die OberflĂ€che des Zahnes und des Inlays an, um den Halt der FĂŒllung zu erhöhen. Mit einem Kofferdamm legt der Mediziner nun den betroffenen Zahn trocken. Im Anschluss bringt er einen Spezialkleber auf beiden OberflĂ€chen auf. Direkt darauf folgt das Einsetzen des Inlays, bevor dessen Passform noch einmal untersucht wird. HierfĂŒr kann zum Beispiel Ultraschall zum Einsatz kommen.

Um direkt im Anschluss an die Behandlung wieder eine optimale Kaufunktion gewĂ€hrleisten zu können, hĂ€rtet der Zahnarzt nun den Kleber mithilfe von ultraviolettem Licht aus. Sofern noch kleine ÜberschĂŒsse des Klebers entlang der RĂ€nder zu finden sind, werden diese fachmĂ€nnisch entfernt.

Behandlung innerhalb einer Sitzung

Dank eines neuen Verfahrens kann die Versorgung eines Zahnes mit einem Inlay kĂŒnftig innerhalb einer Sitzung abgeschlossen werden. HierfĂŒr kommt die sogenannte CEREC-Methode zum Einsatz, bei der es nicht lĂ€nger notwendig ist, ein Dentallabor zur Hilfe zu nehmen. Stattdessen fertigt der Zahnarzt bei der Sitzung eine dreidimensionale digitale Aufnahme der Mundhöhle an. Die spezielle Software ist nun dazu in der Lage, ein genau zum Zahn passendes Inlay zu ermitteln.

 Der Plan des Zahnersatzes wird anschließend an eine im Haus befindliche FrĂ€smaschine ĂŒbermittelt. Diese erarbeitet nun das passgenaue Inlay aus einem Keramikblock. Nach einer kurzen Unterbrechung kann die Behandlung dadurch fortgesetzt werden, um das Inlay einzusetzen.

5.

Die Kosten von Inlays & Onlays

Wie hoch die Kosten fĂŒr ein Inlay sind, hĂ€ngt unter anderem von der zu bearbeitenden FlĂ€che und dem gewĂ€hlten Material ab. Je nach Situation können Kosten zwischen 250 und 900 Euro auflaufen.

  • Goldinlays: Wer sich fĂŒr Inlays aus Gold entscheidet, muss hierfĂŒr Kosten zwischen 250 und 500 Euro einrechnen. Zwar handelt es sich hierbei nicht um reines Gold, doch zumindest eine Goldlegierung kommt bei der Behandlung zum Einsatz. Diese Art des Inlays ist allerdings nicht sonderlich beliebt, da sie farblich deutlich auffĂ€lliger ist als ihr Pendant aus Keramik.
  • Keramikinlays: Aufgrund der Tatsache, dass sie farblich exakt an den Zahn angepasst werden können, sind Inlays aus Keramik besonders beliebt. Hinzu kommt ihre hohe Haltbarkeit, die fĂŒr viele Patienten ein wichtiges Argument ist. Je nach GrĂ¶ĂŸe des Inlays und der verwendeten Keramik schwanken die Kosten jedoch stark. Sie liegen im Bereich von 400 bis 900 Euro.
  • CEREC-Methode: Bei der oben beschriebenen CEREC-Methode, welche die Versorgung mit Inlays innerhalb einer einzigen Sitzung möglich macht, reduzieren sich die Kosten fĂŒr ein Keramikinlay. Schließlich muss kein Dentallabor mit der Fertigung beauftragt werden, da der Zahnarzt dies als Chairside-Leistung anbieten kann. Die digitale Aufnahme ist außerdem weniger zeitintensiv als eine klassische Abformung. Daher belaufen sich die Kosten beim Einsatz der CEREC-Methode auf 400 bis 500 Euro.
6.

Welche Kosten ĂŒbernimmt die Krankenkasse?

Bei Inlays und Onlays handelt es sich um keine Leistungen, die Teil der kassenĂ€rztlichen Regelversorgung mit Zahnersatz sind. Trotzdem haben die Versicherten die Möglichkeit, fĂŒr die Behandlung einen Zuschuss von ihrer Krankenkasse zu erhalten. Dessen Höhe betrĂ€gt 60% der Regelversorgung mit einer klassischen FĂŒllung aus Amalgam. Da die Kosten eines Inlays jedoch betrĂ€chtlich höher liegen, mĂŒssen Versicherte mit einem erheblichen Eigenanteil rechnen.

 Wer ĂŒber eine private Krankenversicherung verfĂŒgt, kann mit einer besseren KostenĂŒbernahme rechnen. Die meisten Policen decken diese Art des Zahnersatzes ab. In Einzelheiten können die Tarife voneinander abweichen.

7.

Diese Alternativen zum Inlay gibt es

Das Inlay ist nicht die einzige Möglichkeit, um einen kariösen Defekt zu versorgen. Alternativ können sich Patienten fĂŒr folgende Optionen entscheiden:

  • Teilkronen und Kronen
  • AmalgamfĂŒllung
  • KompositfĂŒllung

Die Zahnkrone bzw. Teilkrone ist dann das bevorzugte Mittel, wenn eine herkömmliche FĂŒllung nicht mehr ausreicht, um den Zahn zu erhalten. Bei der Behandlung schleift der Zahnarzt den Zahn ab, bis nur noch das gesunde Zahninnere erhalten bleibt. Dieses wird anschließend durch die Zahnkrone geschĂŒtzt.

Eine AmalgamfĂŒllung zĂ€hlt zur Regelversorgung und wird dadurch vollstĂ€ndig von der Krankenkasse bezahlt. Allerdings reicht sie in puncto Festigkeit und Haltbarkeit nicht an das Inlay heran. Sie kommt vor allem bei kleinen Löchern zum Einsatz, die schnell ausgebessert werden sollen. FĂŒr die Versorgung sind allerdings zwei Termine zwingend notwendig. Denn erst wenn die FĂŒllung komplett ausgehĂ€rtet ist, kann sie poliert werden. Ein weiterer Nachteil ist, dass sie sich optisch deutlich vom Zahn unterscheidet und daher Ă€sthetisch weniger ansprechend ist als das Inlay.

Bei einer KompositfĂŒllung kommt eine Mischung aus Keramik, Quarz, Glas und Acryl zum Einsatz. Sie zeichnet sich durch den Vorteil aus, dass sie unempfindlich gegenĂŒber Temperaturschwankungen ist. Ihre Farbe setzt sich außerdem optisch kaum vom natĂŒrlichen Zahnschmelz ab. Die Haltbarkeit von 8 bis 12 Jahren ist jedoch geringer als beim Inlay. DafĂŒr belaufen sich die Kosten auf nur 100 bis 300 Euro, von denen die Krankenkasse einen wesentlichen Teil ĂŒbernimmt.

HĂ€ufige Fragen
Bei der Versorgung mit einem Inlay besteht die Wahl zwischen Keramik, Gold und Kunststoff.
AbhĂ€ngig von FlĂ€che und Material belaufen sich die Kosten eines Inlays auf 300 bis 900 Euro. Am gĂŒnstigsten sind dabei Inlays aus Gold.
Ein Inlay dient dazu, einen kleineren Defekt eines Zahns auszufĂŒllen. Muss allerdings die gesamte KauflĂ€che eines Zahns versorgt werden, so ist in der Fachwelt von einem Onlay die Rede. Ein Overlay deckt den Zahn wiederum komplett ab.
Die Versorgung mit Inlays nimmt normalerweise zwei Sitzungen in Anspruch. Kommt jedoch die moderne CEREC-Methode zum Einsatz, so reicht eine einzige Sitzung aus.
WeiterfĂŒhrende Informationen
Ein Zahnprovisorium ĂŒberbrĂŒckt die Zeit bis zum finalen Zahnersatz

Ein Zahnprovisorium kann wenige Tage oder mehrere Wochen im Einsatz sein. Wir informieren ĂŒber Arten, Kosten und Behandlung.

Zahnbehandlung in Tschechien

Sind Zahnbehandlungen in der Tschecheslowakai wirklich gĂŒnstiger? Können deutsche Patienten im Nachbarland Geld bei Zahnersatz- und Implantatbehandlungen sparen? Auf was ist zu achten, wenn man nach Prag fĂ€hrt, um eine...

Im HÀrtefall lÀsst sich viel Geld sparen.

Viele Personen haben Anspruch auf doppelten Festzuschuss bei ihrem Zahnersatz. Wir zeigen hier, ob Sie anspruchsberechtigt sind und wie der Antrag ablÀuft.